Hier reden wir: die Gesellschaft
|
|
Weihnukka„Weihnachtsfeiern mit Baum, Kerzen, Liedern und Geschenken waren im 19. Jahrhundert für viele deutsch-jüdische Familien ein Symbol für ihre Zugehörigkeit zum Bürgertum und zur deutschen, christlich dominierten Mehrheitskultur. Zur kuriosen Vermischungen der Bräuche kam es, weil viele jüdische Familien ihren Kindern Geschenke und Baum nicht verwehren wollten. Viele jüdische Familien feierten Weihnachten als säkulares Fest oder übertrugen weihnachtliche Bräuche auf ihr Chanukka-Fest: Es war die Geburtsstunde von ‚Weihnukka’. So entstanden Kippas im Weihnachtsmann-Look, der Chanukka-Kranz, der verdächtig dem christlichen Avendskranz ähnelte oder Davidsterne als Backformen. Selbst Theodor Herzl hat den Weihnachtsbaum als ‚Chanukka-Baum’ durchgehen lassen. Besondere Verrenkungen sind dafür nicht nötig, denn fast alle Weihnachtstraditionen – Baum, Weihnachtsmann, Lebkuchen – haben ohnehin keinerlei christlichen Gehalt.“ (www.zentralratdjuden.de) |
|