Familien-Phase 2a: Jugend und Ablehnung

Familien-Phase 2a: Jugend und Ablehnung

„Zu Weihnachten feiern meine Freunde und ich immer den Geburtstag von Lemmy Kilmister. Wir treffen uns vor der Mette vor der Kirche und begeben uns in ein besonderes Zimmer in dem eine tolle Stereoanlage steht. Dort hören wir fröhliche Motörhead Schallplatten und besaufen uns stilecht mit WhiskeyCola natürlich doppelt und mit 4 Eiswürfel. Hin und wieder Rauchen wir auch eine Austria C Zigarette. Und das so lange bis sich keiner mehr bewegen kann. Auch die Gespräche drehen sich nur um Motörhead. Wir wurden alle sozialistisch erzogen und haben dann aber zum Rock and Roll gewechselt. Weil das ganze um einiges stressfreier ist, es gibt keine Spannungen, es wird nicht gestritten, außer in fachlichen Belangen, und was die Hauptsache ist, man braucht nicht so viel essen. Ich hoffe ich konnte euch allen eine Alternative vorstellen.“ (Zuschrift von einem 31jährigen Mann)

„Mein Weihnachten wäre ohne meinen Freund und das Essen bei seiner Familie einfach nur schei** gewesen. Am 24.12. habe ich erst mit meinen Eltern gegessen ... Nur blöd, dass es nur Essen gab, was ich nicht so toll fand und dann auch noch so wenig, dass ich noch Hunger hatte...Geschenke gabs zwar für meine Eltern, aber nicht von ihnen für mich, da sie es mir ja schon überwiesen hatten ... Abend war ich bei meinem Freund, wo ich ein tolles Geschenk bekommen habe und den Abend mit ihm genoss... Am 25.12. waren wir bei seiner Familie... und hatten einen schönen Nachmittag... Abend dann auf Weihnachtsball...“ (http://julesb.twoday.net/20061226/)

„Alle Jahre wieder kommt meine Panik auf, im September, wenn die ersten Weihnachtsboten im Supermarkt stehen. Die Weihnachtsfeste der vergangenen Jahre haben sich unlöschbar in mein Gehirn gebannt. [...] Die Stimmung ist bei diesen Familientreffen immer angespannt, aber an Weihnachten, wo alles in betonter Eintracht über die Bühne gehen soll, eskaliert die Situation meistens. [...] Seit letztem Jahr habe ich eine Überlebensstrategie: Alkohol. Statt einem Glas Begrüßungssekt, kippe ich 3, beim Essen trinke ich den Wein nicht in Maßen, sondern in Massen, vom obligatorischen Sorbet, das meine Schwester alljährlich als Zwischengang serviert, verlange ich ein zweites, schließlich schwimmt es in Schnaps. [...] Lieber verbringe ich Weihnachten alleine, als mich diesem Horror nochmals auszusetzen.“ (http://www.neon.de/kat/fuehlen/familie/167527.html)

„Heiligabend habe ich endlich mal meine Papiere in Ordnung gebracht und alles abgeheftet, was noch so in der Ablage rumlag. Dann habe ich in einem Buch gelesen und gegen 21 Uhr ins Bett gegangen. Am 25. habe ich ausgeschlafen, dann einen Spaziergang gemacht, im Internet gesurft, gelesen, ein wenig TV geschaut. Tja und jetzt sitz ich am PC und morgen ruft wieder die Arbeit.“ (http://www.brigitte.de/foren)

„Wir feiern nicht Weihnachten (ich bin Buddhist), wir ‚flüchten samt Freunden, auch in diesem Jahr haben wir ein alternatives Kabarettprogramm ‚gegen’ Weihnachten mit Freunden besucht, was sehr zeitkritisch und lustig zum Thema Weihnachten war.“ (http://www.brigitte.de/foren)

„Abend gegen halb sieben zurück in der Stadt, also just zu der Zeit, an der in den meisten Familien die Heiligabend-Feier stattfindet. Bahnhof menschenleer – bis auf die eine Ecke, wo das Weihnachtsfest der Obdachlosen, Junkies und ‚Asozialen’ stieg. Tja, was hab ich gemacht? Mitgefeiert natürlich. War eine meine allerbesten Weihnachtsfeiern.“ (http://www.brigitte.de/foren)