Familien-Phase 3: Doppelbelastung durch Kinder und Eltern

„Eigentlich wollten meine Eltern dieses Weihnachten zu uns kommen, aber meine Mutter hatte eine schwere Grippe und meine jüngste Tochter ist erst 6 Wochen alt und ich wollte nicht riskieren, dass sie sich ansteckt. Also haben wir meiner Mutter das zu erklären versucht. Aber sie war natürlich trotzdem beleidigt. Es wird wohl eine Weile dauern, bis sich das wieder einrenkt. Bei uns haben wir einen großen Weihnachtsbaum aufgebaut und geschmückt (dabei festgestellt, dass wir viel zu wenig Weihnachtsschmuck für so einen großen Baum haben). Die älteren Kinder haben im Walldorf-Kindergarten ihre eigene Krippe gebastelt und viel über Weihnachten gesprochen. Zuhause haben wir eine Krippe mit Holzfiguren. Ich bin zwar nicht sehr religiös, finde aber, dass die Kinder sich damit beschäftigen sollen. Wir haben am 24. dann gemeinsam gekocht und währenddessen hat sich das „Christkindel“ hereingeschlichen und die Geschenke unter den Baum gelegt. Dann haben wir gemeinsam gegessen und Geschenke ausgepackt und die Kinder sind gegen 21.00 Uhr ins Bett. Die Feiertage waren sehr entspannt und bei dem schönen Wetter waren wir viel draußen mit den Kindern.“ (Zuschrift einer 38jährigen Frau)

„Meine Frau stammt aus Frankreich. Ihre Mutter ist 2005 kurz vor Weihnachten gestorben, vorher war sie lange krank, daher waren wir jetzt schon mehrere Jahre hintereinander jedes Weihnachten in Frankreich. Auch damit mein Schwiegervater seine Enkelin sehen kann. Früher waren wir abwechselnd ein Jahr zuhause ein Jahr in Frankreich. An Weihnachten war ich erst mal krank. Hatte noch bis Donnerstag unheimlich viel gearbeitet und Freitag-Früh sind wir geflogen. Über die Feiertage waren dann noch mein Schwager mit Frau und zwei Kindern da und wir waren viel unterwegs, weil man die jeweils weit entfernt wohnenden Großeltern besuchen muss. Da es mir nicht so gut ging, war alles ziemlich anstrengend. Die Verwandten sind alle ganz nett, wir verstehen uns gut und sie freuen sich, wenn sie meine Tochter sehen. Es gibt Unmengen zu Essen. Ein besonderes Weihnachtsritual haben wir nicht praktiziert.“ (Zuschrift von einem 37jährigen Mann)

„Ich selber habe am HL. Abend meine Kleinen in den Kinderwagen gestopft, die Großen sich selbst warm anziehen lassen und bin mit denen dann sehr lange im Nebel spazieren gegangen. Ich habe es bestimmt genauso genossen, wie meine Frau auch, die mit ihrer Mutter das Weitere vorbereitet hat. Wer selber kleinere Kinder (bis einschließlich Grundschule) hat, weiß schon, wie wichtig so etwas ist – ansonsten gibt es daheim nur ... nun ja; die Kinder sind halt schwerst aufgeregt und zeigen das auch offen. [...] Und danach war volle Bude und obwohl es nur der kleine Rahmen war, immerhin 10 Leute. Und kein Stress dabei und auch kein Gekeife.“ (http://www.lawblog.de/)

„Ich fand es dieses Jahr besonders schön. Wir hatten die Kinder vom 23. auf den 24. bei den Schwiegereltern, die dann um 14.30 mit den beiden zum Kaffeetrinken kamen. Anschließend habe ich mit der großen das Kinderzimmer aufgeräumt (damit das Christkind nicht über etwas stolpert) – und schwuppdiwupp Kartoffelsupp’ lagen Geschenke unterm Baum. Dann haben wir noch Weihnachtslieder gesungen (der Kleine hat Augen gemacht). Nach viereinhalb Liedern war die Geduld der Großen zu Ende und wir mussten bescheren. [...] Bei jedem Geschenk rief sie freudestrahlend „genau das hab’ ich mir gewünscht“! [...] Von den phantastischen Kochkünsten der Omas, den schönen Spaziergängen und allem anderen berichte ich dann nächstes Jahr.“ (http://www.lawblog.de/)

„Mein (ein Jahr jüngerer) Bruder hatte eine schreckliche Ehekrise, die Weihnachten eskalierte und es wurde klar, wie viel unsere Geschwisterkonstellation damit zu tun hatte und wie viele seiner Probleme und die seiner Frau weiter zurücklagen. Weihnachten war grausam und traurig und voller Streit, aber wir haben alle viel gegeben und jetzt trägt es langsam Früchte. [...] In diesem Sinne war unser Weihnachten, ja – wunderbar allemal – mehr noch, extrem, an die Grenzen führend... und dann wieder zurück. Ich bin dankbar dafür, dass uns diese Gelegenheit so an die Grenzen geführt hat...“ (http://www.brigitte.de/foren)

„Am Nachmittag in die Christmette, weil einmal im Jahr Kirche irgendwie immer noch in meinen Genen liegt. […] Danach gemütliches einfaches Essen, Bescherung der bescheidenen Art, d.h. für die Kinder jeweils ein Geschenk aus dem Wunschzettel und ein unerwartetes, dazu ein bisschen Geld für spezielle Wünsche... und den restlichen Heiligen Abend haben wir gemütlich miteinander spielend verbracht, bis alle außer mir gegen 22 Uhr todmüde ins Bett gekrabbelt sind.“ (http://www.brigitte.de/foren)